9. Donau-Rieser Heimatpreis

DRHP - Raiffeisen-Volksbank Ries eG // 9. Donau-Rieser Heimatpreis Auszeichnen, was Heimat attraktiv macht Unter der Schirmherrschaft von Landrat Stefan Rößle schreiben die Volks- und Raiffeisenbanken den 9. Donau-Rieser Heimatpreis aus. Auch Ihre Familienbeauftragte, SIna Scheiblhofer, ist Teil de …mehr

3. Bündnisplenum am 12. Mai 2015

zeit für familie

Individuell leben, Herausforderungen gemeinsam meistern

Wie verändert sich die Gesellschaft? - Lokales Bündnis für Familie suchte beim dritten Bündnisplenum nach Antworten

„Network Authority, Multi-Optionalität und  Meta-Mobilität", so lauteten drei Schlagworte aus dem Vortrag der Trend- und Familienforscherin Dr. Silke Borgstedt. Wer nun in Anbetracht solcher Wortungetüme unverständliche, graue Theorie erwartet hatte, der lag damit gänzlich falsch. „Hochinteressant, spannend, kurzweilig", war hinterher die einhellige Meinung. Zu hören gab es den Vortrag kürzlich im schönen Ambiente der Donauwörther Volkshochschule. Dort trafen sich zahlreiche Bündnispartner zum dritten Plenum des Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries. Es stand unter dem Motto „Wie wir leben, arbeiten und füreinander sorgen werden!".

 

„Unser Verständnis davon, was normal ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt", stimmte Silke Borgstedt die Zuhörer auf ihr Thema ‚Gesellschaft in Bewegung‘ ein. Die Referentin des Berliner SINUS-Instituts verstand es hervorragend, diese Veränderungen anschaulich zu machen - beispielsweise mit einem Blick in den Reisekoffer eines Managers: Smartphone, Laptop, Schlafbrille und ein Geschenk für die Tochter liegen da Seite an Seite, symbolisch für Trends, die sich hinter den eingangs erwähnten Schlagworten verbergen. Frauen und Männer wollen den Spagat zwischen Beruf und Familie partnerschaftlich schaffen; Freundeskreise entwickeln sich zu sozialen Netzwerken; Zeit und Gesundheit werden zu den wichtigsten Ressourcen im Alltag von Familien.

 

„Die Lebensstile werden zunehmend individueller, aber die damit verbundenen Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam meistern", brachte Borgstedt ihre Thesen auf den Punkt. Für Familien sei ein Gefühl der Sicherheit wichtig („Gut zu wissen, dass es im Notfall eine Lösung gibt!") und ein Gefühl, als Familie „normal" zu sein („Ohne schlechtes Gewissen leben Familien entspannter").

 

Mehlprimeln begeisterten

 

 

 

Mit musikalischen und kabarettistischen Leckerbissen bereicherten die Mehlprimeln das Bündnisplenum. Die Kaisheimer Brüder Dietmar und Rainer Panitz strapazierten mit ihrem hintersinnigen Humor die Lachmuskeln des Publikums. Ob es um „Senioren, Senioren" ging oder um „Tierischen Rassismus", die Ausschnitte aus Ihrem Programm waren passend gewählt. Faszinierend auch die virtuosen Solostücke auf dem Hackbrett.

 

„Vom Hackbrett zu den Brettern, die es noch zu bohren gilt", könnte die Überleitung vom musikalischen Auftakt der Mehlprimeln zum Grußwort von Landrat Stefan Rößle heißen. In seiner kurzen Rede stellte Rößle die Frage „Ist unser Landkreis in den letzten Jahren familienfreundlicher geworden?" und gab darauf gleich selbst ein paar Antworten: Ja, es sei einiges erreicht und verbessert worden. Ja, aber es gebe auch noch offene Baustellen. Und ja, man könne natürlich immer noch mehr tun. Der Landkreischef kündigte an: „Wir wollen heute herausfinden, welche Zukunftstrends auf Familien zukommen und welche Weichen wir - insbesondere unser Bündnis für Familie - heute schon stellen können."

 

Ideen waren gefragt

 

Für diese Weichenstellung hatte Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner den Rahmen organisiert. Er ermunterte die Teilnehmer zur Mitwirkung: „Keiner weiß so viel wie wir alle zusammen - in diesem Sinne bitte ich Sie um Vorschläge, was wir in unserem Bündnis anpacken sollen". In drei kurzen Zukunftswerkstätten wurden Ideen diskutiert und gesammelt; etwa 50 Kärtchen mit Impulsen für die weitere Bündnisarbeit hingen innerhalb kurzer Zeit an den bereitgestellten Pinnwänden.

 

Noch einmal zurück zu den Thesen von Trendforscherin Borgstedt. Eine davon lautete: „Meinungsbildung erfolgt immer mehr über Kommunikationsplattformen statt über professionelle Beratungsinstitutionen." Für die Partner im Bündnis für Familie bot die Veranstaltung in der VHS Donauwörth eine geeignete Plattform zum Informations- und Meinungsaustausch. Bestätigt wurde das insbesondere am Ende des Spätnachmittags - da standen die Leute auch lange nach dem Schlusswort von Landrat Rößle noch zusammen, diskutierten und sinnierten, wie das zu schaffen wäre: „Individuell leben und Herausforderungen gemeinsam meistern."

 

Schwerbehindertenantrag 3.0 – Digitalisierung ist Inklusion

Den Schwerbehindertenantrag online ausfüllen können die Bürgerinnen und Bürger bei der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) bereits seit über einem Jahrzehnt. Ab sofort können sich Antragsteller elektronisch ausweisen und Anträge ohne Papierausdruck stellen. Möglich macht’s das B …mehr

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