9. Donau-Rieser Heimatpreis

DRHP - Raiffeisen-Volksbank Ries eG // 9. Donau-Rieser Heimatpreis Auszeichnen, was Heimat attraktiv macht Unter der Schirmherrschaft von Landrat Stefan Rößle schreiben die Volks- und Raiffeisenbanken den 9. Donau-Rieser Heimatpreis aus. Auch Ihre Familienbeauftragte, SIna Scheiblhofer, ist Teil de …mehr

Engagiert, heimatbewusst, kritisch ... und unter Druck

jugend_2015

Veranstaltung im Nördlinger Klösterle hatte die Jugend im Blick - Standortbestimmung und neue Impulse

Jugend im Donau-Ries im Jahr 2014: Engagiert, kritisch, heimatbewusst und unter Druck! Das ist die Quintessenz einer Jugendbefragung, an der sich im vergangenen Jahr über 1.600 Schülerinnen und Schüler im Donau-Ries beteiligt hatten - und so lautete auch der Titel einer Veranstaltung im Nördlinger Klösterle, zu der vor kurzem die Jugendhilfeplanung im Landkreis geladen hatte. Etwa 140 Gäste waren der Einladung gefolgt, um zu hören wie die Jugend im Landkreis Donau-Ries tickt.

Landrat Stefan Rößle betonte zum Auftakt der Veranstaltung, wie wichtig es sei, den Blick auf Jugend und die Jugendarbeit in unserer Region zu richten. Gesellschaft und Medien befassten sich mit Jugend häufig nur dann, wenn Sie Probleme mache oder wenn es um - tatsächliche oder vermeintliche - Bildungsdefizite gehe. Rößle betonte, es sei fatal, wenn die Jugend aus dem Blickfeld gerate, denn: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft!" Er versprach: „Planung muss sein, aber wir werden den Worten und Papieren auch Taten folgen lassen!". Die Zuhörerinnen und Zuhörer rief er dazu auf: „Begleiten und unterstützen Sie uns weiterhin auf dem Weg zu einem kinder- und jugendfreundlichen Donau-Ries."

 

Jugend im Donau-Ries 2014

Wie verbringen Jugendliche im Donau-Ries ihre Freizeit, wo drückt sie der Schuh und was erwarten Sie von den Politikerinnen und Politikern in der Region? Antworten dazu lieferte die „Jugendbefragung 2014", deren wichtigste Ergebnisse Jugendhilfeplaner Günter Katheder-Göllner vorstellte. Er konnte Erfreuliches präsentieren: „80% der befragten Jugendlichen fühlen sich wohl in Ihrer Heimatgemeinde; zwei Drittel können sich vorstellen, dauerhaft im Donau-Ries zu leben."

 

Die Studie brachte aber auch Kritisches zu Tage. So möchten junge Menschen in unserer Region besser beteiligt werden; die Freizeitmöglichkeiten sind für ein Drittel der Befragten nicht zufriedenstellend; Leistungsdruck und Zeitstress bestimmen den Alltag vieler junger Menschen. „Ticken junge Menschen im Donau-Ries anders als im Rest der Nation?" mit dieser Frage leitete Katheder-Göllner zu einem - wie sich zeigen sollte - hochspannenden und fesselnden Impulsreferat über.

 

Die Jugend gibt es nicht

„Wenn zwei junge Menschen auf eine Frage die gleiche Antwort geben, dann sind sie zwar statistisch in einem Topf, aber sie können sich dennoch in ganz unterschiedlichen Lebenswelten bewegen", erläuterte Wiebke Jessen den Ansatz der SINUS-Jugendstudie 2012. Deren  Ziel sei es aufzuzeigen, welche jugendlichen Lebenswelten es in Deutschland gebe und wie Jugendliche in diesen verschiedenen Welten ihren Alltag (er)lebten. Sieben solche Lebenswelten werden in der Studie „Wie ticken Jugendliche" skizziert. Die Heidelberger Referentin verstand es, das Publikum mitzunehmen in diese Welten, die sich hinter so sperrigen Fachbegriffen wie „materialistisch-hedonistisch" oder „adaptiv-pragmatisch" verbergen. Die Forscherin blickte dazu in das Jugendzimmer von heimatorientierten bodenständigen Jugendlichen, sie spielte die Musik der szeneorientierten Nonkonformisten und sie zeigte anhand von Werbespots, wie große Firmen junge Menschen lebensweltorientiert ansprechen - oder auch mal daneben liegen können.

„Da hätte ich auch zwei Stunden zuhören können", „Spannendes Thema, da müssen wir dran bleiben": Die Kommentare waren einhellig und dementsprechend viel Applaus erhielt Wiebke Jessen auch am Ende  ihres faszinierenden Vortrags.

 

Was soll angepackt werden

Statt der bei ähnlichen Veranstaltungen üblichen Podiumsdiskussion war im vorletzten Programmpunkt dieses Nachmittags das Publikum gefragt. „Teilen Sie uns Ihre Ideen und Anregungen mit!" ermunterte Katheder-Göllner die Besucher zum Mitmachen.

 

Und sie machten mit! Zahlreiche gelbe Kärtchen hingen innerhalb kürzester Zeit an den bereitgestellten Pinwänden, darauf jede Menge Ideen und Anregungen, auf denen stand, was getan werden könnte, sollte und müsste.  „Wir werden Ihre Vorschläge auswerten und dann packen wir es an", versprach der Familienbeauftragte.

 

Zum Schluß kamen drei junge Menschen zu Wort. „Findet Ihr Euch in diesen Lebenswelten wieder?", wollte Moderator Katheder-Göllner zum Auftakt der kurzen Gesprächsrunde wissen. „Naja, mich selbst einzuordnen ist schwierig, aber viele meiner Freunde könnte ich sofort in eine der Kategorien stecken", lassen sich die Antworten von Carmen Lechner, Julia Schwarzländer und Arian Trieb zusammenfassend auf den Punkt bringen. Im Großen und Ganzen stellten sie der Region ein positives Zeugnis aus, redeten aber auch Klartext, als es um mögliche Verbesserungen ging: „Mehr Mitwirkung ermöglichen; das Engagement von Mädchen und jungen Frauen besser unterstützen; Politiker, die auf die Jugend zugehen; die Angebote der Jugendarbeit auch für behinderte junge Menschen zugänglich machen ...".

 

Mit ihren Vorschlägen schlossen die drei jungen Menschen den Kreis zum Grußwort von Landrat Stefan Rößle. Der hatte in seinem Eingangsstatement nämlich festgestellt: „Es gibt viele Angebote und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Junge Menschen können sich in unserem Landkreis wohlfühlen. Und trotzdem: Man könnte immer noch mehr tun!". Fazit: Die Standortbestimmung im Klösterle lieferte viele Impulse und Vorschläge. Jetzt geht es nochmal um Antworten auf Fragen. Die lauten: Was ist gut? Was passt? Was wollen wir beibehalten? Was müssen wir verändern, anpassen und weiterentwickeln? Welche neuen Angebote müssen wir schaffen?

 

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