1. Bündnisplenum 18. März 2010

Plenum1

Bündnis für Familie zieht Bilanz

Zwei Jahre Lokales Bündnis für Familie Donau-Ries - Was war, was ist, was kommt ... - Aktuelles Thema: Familienbewusste Zeitpolitik

Der Landkreis Donau-Ries will familienfreundlich sein. Viele kleine Bausteine sollen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Ein Meilenstein auf dem Weg zu noch mehr Familienfreundlichkeit war im Mai 2008 die Gründung des „Lokales Bündnis für Familie Donau-Ries". Nach knapp zwei Jahren zogen die Bündnispartner nun eine Zwischenbilanz.

Viele Partner - u.a. Städte und Gemeinden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände und Kirchen - haben den Bündnisgedanken von Anfang an mitgetragen; etliche sind zwischenzeitlich noch dazu gestoßen; mittlerweile besteht das Bündnis aus 125 Bündnispartnern. Ein großer Teil von ihnen engagiert sich aktiv in einer der 11 Arbeitsgruppen und wirkt mit an der Umsetzung von Projekten und Vorhaben. Einiges konnte bereits auf den Weg gebracht werden, dazu gehören u.a. Bürgermeisterworkshops, Unternehmensbefragung, Lesepatenprojekt, Infotage Wiedereinstieg, Sommerferienbetreuung 2009.

„Immer mehr Akteure wollen mehr tun für Familien," bilanzierte Landrat Stefan Rößle in seinem Grußwort erfreut. Familienfreundlichkeit ist Gesprächsthema in Kommunen und Unternehmen, und, so Rößle weiter, „unser Engagement für Familien wird auch außerhalb unseres Landkreises wahrgenommen".

Der Landkreischef hatte alle Bündnisakteure zum ersten Bündnisplenum eingeladen. Am 18. März 2010 trafen sich dazu im Klösterle in Nördlingen etwa 160 Bündnispartner, Aktive in Arbeitsgruppen und Projekten sowie am Thema „Familienfreundlichkeit" interessierte Personen und Organisationen.

„Ein hochkarätiger Vortrag, kurze - und hoffentlich kurzweilige - Berichte zu den Bündnisprojekten und viel Raum für Gespräche und Kontakte zwischen den Teilnehmern", skizziert der Familienbeauftragte und Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner das Veranstaltungsprogramm.

Familienbewusste Zeitpolitik

Das Bündnisplenum, das auch von der Stadt Nördlingen unterstützt wurde, stand unter dem Motto „Familienbewusste Zeitpolitik". Zeitwohlstand gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen, um ein funktionierendes Familienleben führen zu können. Häufig herrscht jedoch ein Ungleichgewicht zwischen beruflich vorgegebenen Zeitstrukturen und den Öffnungszeiten von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie den Bedarfen von Müttern, Vätern, Kindern und Großeltern.

Vor diesem Hintergrund gewinnt eine familienbewusste Zeitpolitik zunehmend an Bedeutung - u.a. will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Memorandum „Familie leben" Impulse für eine familienbewusste Zeitpolitik geben und aufzeigen, wie eine innovative Zeitpolitik künftig für mehr Zeitwohlstand sorgen kann.

Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut in München, beleuchtete im Klösterle das Thema „Familienbewusste Zeitpolitik" in ihrem Impulsreferat. Sie zeigte die Spielräume, aber auch die Einschränkungen zeitlicher Vorgaben für den Familienalltag auf und leitete daraus Schlussfolgerungen für eine familienbewusste Zeitpolitik ab.

Neue Ideen und Impulse

Interessant war auch der zweite Teil der Veranstaltung: Bündnispartner erzählten über laufende Projekte und über ihr Engagement im Bündnis.

  • Warum lohnt es sich für Unternehmen dabei zu sein?
  • Wieso engagieren sich immer mehr Kommunen für Familienfreundlichkeit?
  • Was machen eigentlich Lesepaten?

Günter Katheder-Göllner stellte als Bündniskoordinator und Familienbeauftragter des Kreises ein ganzes Bündel von erfolgreichen Maßnahmen vor und hatte auch kein Problem damit, zuzugeben, dass die eine oder andere Idee auch (noch) nicht zu verwirklichen war. „Der Weg ist das Ziel, während wir vorangehen, lernen wir", sagte er und meinte damit die vielen nützlichen Informationen und Erkenntnisse aus den Arbeitsgruppen.

In dieser Meinung unterstützt wurde er etwa von Eisen-Fischer-Geschäftsführer Leo van Bree, Alerheims Bürgermeister Christoph Schmid oder der Leiterin der Donauwörther Stadtbibliothek Evelyn Leippert-Kutzner, die sich alle besonders für das Bündnis engagieren und in kurzen Statements dafür warben.