Datenaufbau der Sozialraumanalyse

Datenaufbau

Nachdem die vorliegende Sozialraumanalyse in erster Linie jugendhilfe­rele­vante Frage­stellungen berücksichtigt, wurde bei der Auswahl der be­lastenden Faktoren („Teilindikatoren") zwischen Faktoren aus dem Bereich der Jugend­hilfe (z.B. Inanspruchnahme von Jugend­hilfeleistungen) und eher allgemeinen Faktoren aus dem jeweiligen Sozialraum (z.B. Wohn­situation) unterschieden.

Die Auswahl der Faktoren und die anschließende Gewichtung erfolgte - unter Einbeziehung der Erkenntnisse aus vorhandenen Untersuchungen - in einem intensiven, mehrstufigen Rück­koppelungs­prozess mit Experten/innen aus der Jugend­hilfe (u.a. Jugendamtsleiter, Fachleute aus dem Sozialdienst). Dieses Verfahren wurde von den Landkreisen Donau-Ries, Aichach-Friedberg und Augsburg unter der wissenschaftlichen Begleitung von INIFES/SAGS ent­wickelt.

Die qualitative Einschätzung der Experten/innen zur Gewichtung („sehr hoch-hoch-mittel-gering") wurde anschließend in messbare Größen überführt, d.h. die Teil­indikatoren wurden mit Punkten bewertet (Methode: INIFES/SAGS).

Die Summe aller Punkte ergibt den so genannten Gesamtindex. Dieses rech­ne­rische Verfahren ermöglicht eine Einordnung der Ergebnisse. Als Bezugsgröße wurden Vergleichsdaten für den Freistaat Bayern gewählt (Bayern = 100).

Die unterschiedliche Gewichtung von Jugendhilfeindex und sozialräumlichem Index drückt die Bedeutung der vorliegenden Sozialraumanalyse für die Jugendhilfe aus.