Erfolgreich fortgesetzt: Autofrei zu KITA und Schule

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In Donauwörth und Asbach-Bäumenheim fand von 15.6. bis 19.6. eine Aktionswoche "Autofrei zu KITA und Schule" statt.

„Die Aktionswoche sollte den Anstoß dazu liefern, dass unsere Kinder gemeinsam zu Fuß, mit Roller oder Fahrrad zur Schule oder zur Kindertagesstätte kommen", meint Sieglinde Schönherr, Familienreferentin in Asbach-Bäumenheim. Mit vielfältigen Aktionen wurden die Kinder auf die Aktionswoche eingestimmt.

„Wir haben beispielsweise auf dem Verkehrsübungsplatz trainiert", erzählt Gabi Finze, die Leiterin des Kindergartens Maria Immaculata, „als Lohn gab es dann den Asbach-Bäumenheimer Laufradführerschein." In den gemeindlichen Kindergarten kam die Verkehrswacht, es wurden Verkehrslieder gesungen und Ampelbrote geschmiert. In der Schule unterstützte der Elternbeirat die Aktion, u.a. kamen zwei riesige Ampelmännchen zum Einsatz.

In Donauwörth beteiligten sich wieder die Mangold-Grundschule und die Mädchenrealschule St. Ursula. Sibylle Lutzkat und Peter Müller, den beiden Schulleitungen, ist es seit langem ein Anliegen, die gefährlichen Verkehrssituationen durch den Bring- und Holverkehr im Spindeltal zu vermeiden. Neben einem „Appell" an die Eltern fanden auch mehrere Aktionen mit den Schülerinnen und Schülern statt.

Auch der städtische Kindergarten Schneegarten will das alltägliche Verkehrschaos reduzieren. „Unsere Kinder sollen aber auch frühzeitig lernen, Spaß am Laufen zu haben und dabei schonend mit der Umwelt umzugehen", beschreibt Gabriele Vaas ein weiteres Ziel dieses Projekts. Die Leiterin des Kindergartens ergänzt: „Bewegung und frische Luft sind positive Begleiterscheinungen - Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, tun also etwas für Ihre Gesundheit."

Unterstützung erfuhr die Aktion u.a. durch die Verkehrswacht und durch das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries. Zwar schlummerte die Idee „Autofrei zu Schule und Kindergarten" schon seit einiger Zeit in den Köpfen der Beteiligten. „Aber den Kick für die Umsetzung lieferte letztendlich das Bündnisprojekt ‚Zeit für Familie‘", verrät Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner. Denn dort wurde - neben vielen anderen Lösungsvorschlägen für „mehr Zeit für Familie" - ein ganz einfacher Gedanke formuliert: Wenn Eltern ihre Kinder nicht zu Schule oder Kindergarten bringen müssen, bleibt ihnen Zeit für andere Dinge - egal ob Familie, Freizeit oder Beruf.

Die Akteure in diesem Projekt hoffen zukünftig auf viele Nachahmer im Landkreis Donau-Ries. „Für mich ist das eine tolle Sache, bei der es eigentlich nur Vorteile gibt", zeigte sich auch Landrat Stefan Rößle begeistert von dem Vorhaben. Und wenn so viele gute Gründe dafür sprechen, dann wäre es doch schade, wenn zukünftig nur in Donauwörth und Asbach-Bäumenheim Papas und Mamas morgens zu hören bekommen: „Du kannst das Auto in der Garage lassen, ich geh‘ zu Fuß!".