Familie im Blick

Besondere Angebote Kitas

Familie im Blick

Neue Broschüren für Kindertagesstätten # Eltern- und Familienfreundlichkeit weiterentwickeln

Das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries hat zwei neue Broschüren erstellt, die ab März 2012 an die Kindertagesstätten im Landkreis Donau-Ries verteilt wurden. Sie sollen die Einrichtungen dabei unterstützen, noch eltern- und familienfreundlicher zu werden.

„Die Kindertagesstätten im Landkreis sind ein wesentlicher Baustein für die Familienfreundlichkeit in unserer Region", betont Landrat Stefan Rößle und stellt weiter fest: „In den Krippen, Kindergärten und Horten werden nicht nur unsere Kinder gebildet, erzogen und betreut - auch für die Mütter und Väter gibt es dort vielfältige Angebote, Unterstützung und Beratung". Der Landkreis Donau-Ries unterstützt das Projekt, dessen greifbare Ergebnisse nun unter dem Titel „Familie im Blick" vorgelegt wurden.

In der Handreichung „Noch familienfreundlicher in 5 Schritten" finden die KITAs eine kurze, praktische Anleitung, um neue Angebote und Projekte Schritt für Schritt auf den Weg zu bringen. In der Broschüre „Familie im Blick"  werden besondere Angebote für Eltern und Familien vorgestellt, die bereits erfolgreich in verschiedenen Kindertagesstätten im Landkreis praktiziert werden.

Bündnisarbeitsgruppe will Impulse geben

Erarbeitet wurden die beiden Broschüren von einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries. Den Anstoss dazu gaben vor etwa zweieinhalb Jahren Dr. Sigrid Christeiner, Leiterin der Fachakademie Maria Stern in Nördlingen, und Kurt Moll, Schulleiter der Schillerschule Nördlingen. „Unser Idee war, die notwendige Elternarbeit in den Kindertagesstätten zu unterstützen und ihr neue Impulse zu geben", erinnert sich Dr. Christeiner.

Zusammen mit Vertretern aus Jugendhilfeeinrichtungen und Kindertageseinrichtungen wurde überlegt, auf welchem Weg man die Erzieherinnen am Besten unterstützen könne.

„Überschaubar, gut lesbar, schnell und einfach umzusetzen", skizziert der Familienbeauftragte Günter Katheder-Göllner die Anforderungen an die Inhalte des Angebots. Er koordiniert nicht nur das Bündnis für Familie, sondern hielt auch bei diesem Projekt die Fäden in der Hand. Ein wichtiges Anliegen war es den Mitgliedern der Bündnis-AG, den Austausch zwischen den Einrichtungen zu fördern. „Deshalb haben wir Beispiele aus der Region gesammelt", erläutert Katheder-Göllner. Denn das habe den großen Vorteil, dass die Entfernungen kurz sind, wenn es darum geht, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und in Kontakt zu kommen. Als Ergänzung zu den Praxisbeispielen wurde als zweiter Baustein ein kleiner Leitfaden erstellt. Er beschreibt kurz und anschaulich in fünf Schritten, wie mit wenig Aufwand ein Projekt für mehr Familienfreundlichkeit gestartet werden kann.

Profil der Einrichtungen ändert sich

Warum sollen die Kindertagesstätten die Eltern und Familien noch mehr in den Blick nehmen? Der Kindergarten ist diejenige Institution, die fast alle Familien in einer Kommune erreicht. Bei den Vier- bis Fünfjährigen lag die Besuchsquote im Jahr 2011 bei 96%. Deshalb könnten die Einrichtungen sehr viel an Unterstützung und Vernetzung für Familien leisten. „Das Profil der Kindertagesstätten wird sich verändern - von einer Einrichtung für Kinder hin zu einer Einrichtung für Familien", ist sich der Familienbeauftragte Katheder-Göllner sicher und fügt hinzu: „Aber das geht nicht von heute auf morgen und lässt sich auch nicht nebenbei erledigen!".

Von vorhandenen Beispielen lernen, Schritt für Schritt vorangehen und diejenigen Dinge anpacken, die für die eigene Einrichtung passen - dass sei der richtige Weg. Wenn Neues in Angriff genommen werde, dann solle das auch Spaß machen, lautet eine weitere Empfehlung. Schließlich sind sich die Initiatoren aus der Bündnisarbeitsgruppe einig:

„Es müssen nicht immer Riesenprojekte sein. Auch mit kleinen Dingen kann man sehr viel bewegen." In diesem Sinne hoffen sie, mit den beiden Broschüren die Arbeit der Kindertagesstätten zu unterstützen, zu erleichtern und zu bereichern.


Pressemitteillung März 2012