Kurs "Leichter durch den Alltag"

Kurs Leichter 2

„Familien brauchen Netzwerke, die ihnen im Alltag unter die Arme greifen." Dieser Satz stammt aus einer der vielen Broschüren über die Initiative Lokale Bündnisse für Familie. Im Landkreis Donau-Ries hat sich eine ganze Reihe der insgesamt 125 Bündnispartner zusammengetan und diesen Satz mit Inhalten gefüllt. Herausgekommen ist dabei der Kurs „Leichter durch den Alltag".

Wer kennt das nicht: Waschen, Putzen, Kochen, Kinder, Einkaufen ... - der ganz normale Familienalltag kann manchmal ganz schön stressig sein. Diese vielfältigen Anforderungen tagtäglich gelassen zu meistern, das gelingt nicht immer. Gerade wenn noch zusätzliche belastende Faktoren hinzukommen - z.B. Arbeitslosigkeit, enger Wohnraum oder die Situation, allein erziehend zu sein - besteht die Gefahr, an diesem Familienalltag zu scheitern. Ein neues Kursangebot soll das vermeiden helfen.

„Wir wollen Familien unterstützen, leichter durch den Alltag zu kommen" formuliert Christa Müller das Ziel des Angebots. Die Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Donau-Ries (EBW) gehört zu den Initiatoren dieses Projekts. Mit im Boot sind darüberhinaus das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Hauswirtschaftliche Fachservice Donau-Ries (HWF), das CaDW (Nördlinger Tafel und Kleiderladen), der Verein „Donum Vitae", das Projekt Leihomas und der Landkreis Donau-Ries - allesamt Partner im Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries.

„Kochen mit der Jahreszeit", „Schnelle Gerichte: Zeit für Anderes" oder „Wäsche? Kein Problem" so lauteten einige Überschriften der Kurseinheiten. An insgesamt neun Tagen konnten die Teilnehmerinnen erfahren und ausprobieren, wie es gelingt, Haushalt und Küche ohne Stress zu bewältigen. Erfahrene Hauswirtschafterinnen verrieten ihre Tipps und Tricks; die Kursleiterin Susanne Hirmer sorgte für die pädagogische Begleitung und dafür, dass auch der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen nicht zu kurz kam. Eine Kinderbetreuung wurde bei Bedarf angeboten.

Der erste Kurs startete im Oktober 2010 in Nördlingen und war innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Weil vor allem Frauen aus einkommensschwachen Familien die Teilnahme ermöglicht werden sollte, war es das Ziel, den Kurs möglichst günstig anzubieten. An dieser Stelle kamen dann weitere Bündnispartner ins Spiel: Durch Spenden u.a. vom Kinderschutzbund Donau-Ries und den Volksbanken Raiffeisenbanken Donau-Ries konnten die Organisatoren die Teilnahmegebühr niedrig halten und so den Zugang für die Zielgruppe erleichtern.

„Wir wollen Unterstützung anbieten, bevor es zu Problemen kommt" beschreibt Brigitte Bickelein vom Hauswirtschaftlichen Fachservice den präventiven Hintergedanken, der bei diesem Angebot eine wichtige Rolle spielt. „Es soll mehr sein als ein Kochkurs", ergänzt Heidrun Ebert vom Amt für Ernährung, „es soll etwas gelernt werden, aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen." Da nicht alle Interessentinnen berücksichtigt werden konnten, plant das Organisationsteam bereits einen Folgekurs.

„Allen machte es riesigen Spaß und unsere Tipps und Anregungen trafen bei den Teilnehmerinnen auf großes Interesse!" so lautet die Bilanz der Referentinnen. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der Kursauswertung wider. In der Gesamtbilanz vergaben alle Teilnehmerinnen die Höchstnote und stimmten zu 100% der Frage zu „Der Kurs hat sich für mich gelohnt!".

Für Landrat Stefan Rößle und den Familienbeauftragten des Landkreises Günter Katheder-Göllner ist dieses Angebot auch ein Beleg für das Funktionieren des Lokalen Bündnisses für Familie Donau-Ries. „Aus Vernetzung entsteht Zusammenarbeit", beschreiben sie das Erfolgsrezept. Heraus gekommen sei dabei ein Angebot ganz im Sinne der Bündniserklärung, in der es u.a. laute „Wir wollen Familien in unserem Landkreis stärken und fördern".