Workshops für Unternehmen (2013)

workshop 2013

Gemeinsam mit starken Partnern wollen wir die Unternehmen in unserem Landkreis auf Ihrem Weg zu (noch) mehr Familienfreundlichkeit unterstützen.

Dazu starteten wir im 2011 eine Reihe von Informationsworkshops.


Unternehmer informierten sich über Beratungsangebote

Bündnis für Familie hatte zu Workshop geladen

„Nur ein einigermaßen zufriedener Mensch kann sich soweit konzentrieren, dass er intensive Arbeit zu leisten imstande ist." Mit diesem Zitat von Carl Friedrich von Siemens eröffnete Monika Köppe ihren Vortrag im Rahmen eines Informationsworkshops des Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries. Unternehmen aus dem Landkreis waren eingeladen, sich über Betriebliche Sozialberatung, Netzwerke und Beratungsstellen im Landkreis zu informieren.

„Wir erleben es tagtäglich, dass Menschen in Krisen geraten und unter Problemen und Belastungen leiden", berichtete zum Auftakt Werner Heinrich von der AOK Donauwörth, in deren Räumen der Workshop stattfand. „Unternehmen tun deshalb gut daran, sich Gedanken zu machen, wie sie die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter sichern und wiederherstellen können."

Beschäftigte und Unternehmen profitieren

Mit welchen Instrumenten Unternehmen agieren und reagieren können, das schilderte Monika Köppe. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Sozialberaterin bei der Firma BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in Dillingen. „Nicht nur unsere 2.300 Beschäftigten profitieren von diesem Angebot", machte Sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich, „es lohnt sich auch für das Unternehmen." Denn wenn Beschäftigte überlastet sind oder Probleme haben, wirke sich das natürlich auf die Arbeitsleistung - und damit auch auf den Unternehmenserfolg - aus.

Problemlagen und damit auch ihre Tätigkeit haben sich in den letzten Jahren gewandelt, so Köppe. Zunehmend rückten psychische Erkrankungen sowie die Aspekte „Alternde Belegschaft" und „Leistungseingeschränkte Beschäftigte" in den Vordergrund.

Auch die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und die Beratung und Schulung von Führungskräften haben an Bedeutung gewonnen.

Die Teilnehmer waren sichtlich beindruckt ob der vielfältigen Leistungen, die bei der BSH von der betrieblichen Sozialberatung angeboten werden.

Stress lass nach

Um das Thema Stress drehte sich der anschließende Vortrag von Michael Wallach, externer Sozialberater bei Eurocopter Donauwörth. „Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter mit dem Thema Stress im Arbeitsalltag nicht alleine lassen", meinte er und erläuterte weiter: „Wer längere Zeit am Leistungslimit arbeitet, wem es schwer fällt, Grenzen zu setzen und wer keine Entspannungsphasen mehr hat, ist äußerst stressgefährdet." Stress sorge für Daueralarm im Körper und der kann zu schweren Erkrankungen führen: Schlafstörungen, Rückenbeschwerden, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verdauungsprobleme, Angstzustände und Depressionen können die Folge sein. Sein Plädoyer also: Stress wahrnehmen, abbauen und vermeiden! „Und dieser Prozess gehört in Unternehmen unter anderem zur Führungsaufgabe", so Wallach. „Das ist nicht immer einfach, aber es ist notwendig - und es nützt und hilft."

Netzwerke und Beratungsstellen

Im Schnelldurchlauf stellten sich im zweiten Teil des Workshops Beratungs- und Anlaufstellen vor. Martin Gaertner und Roland Vogel präsentierten die vielfältigen Angebote von Diakonie und Caritas. Der Landkreis Donau-Ries war mit seiner Beratungsstelle für Kindertagesbetreuung und der Schuldnerberatung vertreten. Christine Stark berichtet über das Projekt „Regionales Eingliederungsmanagement Schwaben".

Günter Katheder-Göllner, Familienbeauftragter des Landkreises und Moderator der Veranstaltung betonte: „Das war nur eine Auswahl der wichtigsten Beratungsstellen." Informationen fänden die Unternehmen auch auf der Internetseite www.familie-im-donau-ries.de.

„Das war ein sehr interessanter Nachmittag", meinte eine der Teilnehmerinnen am Ende des Workshops. Die Runde appellierte zum Abschluss an die Veranstalter, am Thema dran zu bleiben.

„Denn von diesen Informationen und dem Austausch müssten noch mehr Unternehmen aus unserer Region erreicht werden!", wünschte sich Leo van Bree, Geschäftsführer bei Eisen-Fischer in Nördlingen. Das war nämlich der einzige Wermutstropfen an diesem Tag: Gerade die großen Arbeitgeber der Region waren zu wenig vertreten. „Wir werden am Ball bleiben", gab Günter Katheder-Göllner den Teilnehmern mit auf den Nachhauseweg. „Und wir werden Sie auch weiterhin auf Ihrem Weg als familienbewusste und mitarbeiterorientiert Unternehmen unterstützen."