Workshops für Unternehmen (2014)

workshop 2014

Gemeinsam mit starken Partnern wollen wir die Unternehmen in unserem Landkreis auf Ihrem Weg zu (noch) mehr Familienfreundlichkeit unterstützen.

Dazu starteten wir im 2011 eine Reihe von Informationsworkshops.


 

Familienbewusst führen (13. Mai 2014)

Familienbewusste Personalpolitik als Erfolgsfaktor für Unternehmen # Lokales Bündnis für Familie freut sich über gut besuchte Veranstaltung

Ein paar Interessierte mussten leider kurzfristig absagen, ansonsten hätte es wieder einmal geheißen: Ausgebucht! Denn alle Plätze waren vergeben bei einem Informationsworkshop zum Thema „Familienbewusst führen", der vor kurzem in den Räumen der VHS Donauwörth stattfand. Eingeladen hatten das Lokale Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries. „Das große Interesse freut mich natürlich", meinte die Referentin Ricarda Bayer zum Auftakt. „Aber es zeigt auch, dass eine familienbewusste Personalpolitik in Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit ist."

„Eine familienbewusste Personalführung ist für Unternehmen eine wichtige Stellschraube, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Führungskräfte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein!" Mit dieser Ankündigung waren Unternehmer, Führungskräfte und Personalverantwortliche zu der Veranstaltung eingeladen.

Die, die gekommen waren, waren zum Start aufgerufen, die Familienfreundlichkeit ihres eigenen Unternehmens zu reflektieren. „Woran erkennen zum Beispiel Bewerber Ihre familienbewusste Unternehmenskultur", regte Ricarda Bayer die Teilnehmer zum Nachdenken an. Sie ist u.a. Trainerin des IHK-Bildungshaus Schwaben, mit dem zusammen der Workshop organisiert wurde. „Kommt darauf an!", war sich die Runde schnell einig, „denn es gibt keine pauschalen Lösungen, die für alle Unternehmen passen". Wenig bringe es jedenfalls, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur in Hochglanzbroschüren zu beschreiben. Vielmehr sei es wichtig, dass Unternehmen und Beschäftigte miteinander nach Lösungen suchen, die für beide Seiten passen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern trug die Referentin anschließend Merkmale zusammen, die eine familienbewusste Führungskraft auszeichnen. Genannt wurde u.a. gegenseitiges Vertrauen, Familienbewusstheit vorleben, die Mitarbeiter als Menschen ernst nehmen und nicht nur als Arbeitskräfte sehen. Vor diesem Hintergrund ging es am Ende des Workshops um das eigene Führungsverhalten und um die Frage „Was tun Sie konkret, damit Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beruf und Familie gut vereinbaren können?" Es wurde deutlich, dass von den Anwesenden bereits einiges dafür getan wird, damit Familienbewusstheit in ihrem Unternehmen mehr ist als nur ein Papiertiger. „Aber manchmal ist es auch ganz schön schwierig, die vielen verschiedenen Interessen von Kunden, Beschäftigten und Unternehmen unter einen Hut zu bekommen", meinte eine Teilnehmerin zum Abschluss.

Wie das gelingen kann und welche Praxiserfahrungen es dazu schon gibt, u.a. darum wird es beim nächsten Workshop am Dienstag 8. Juli 2014 gehen. „Denn die Zeit war wieder mal zu knapp, um alle Facetten des Themas ausreichend zu beleuchten", resümierte Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner am Ende der Veranstaltung. Er versprach den Teilnehmern, das Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries werden am Ball bleiben und die Unternehmen in der Region weiterhin unterstützen. Denn mit Landrat Stefan Rößle sei er sich einig: „Eine familienbewusste Unternehmenskultur, durch die alle Beschäftigten Arbeit und Leben in Einklang bringen können, gewinnt zunehmend an Bedeutung und trägt dazu bei, Fachkräfte zu binden und zu gewinnen. Und davon profitieren Arbeitgeber genauso wie die Arbeitnehmer."


Familienbewusst führen gewinnt

Familienbewusste Führung ist eine Herausforderung # Lokales Bündnis für Familie lud Unternehmen zu Austausch und Information

Führungskräfte und Personalverantwortliche trafen sich beim Informationsworkshop „Familienbewusst führen", der vor kurzem in den Räumen der VHS Donauwörth stattfand. Eingeladen hatten das Lokale Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries. „Immer mehr Unternehmen in unserer Region zeigen, dass Ihnen eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Beschäftigten wichtig ist", freute sich Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner über eine gut besuchte Veranstaltung.

Gleich zu Beginn des Workshops zeigte sich, dass es im Landkreis Donau-Ries durchaus gelingen kann, Beruf und Familie gut zu vereinbaren. „Wie zufrieden sind Sie eigentlich selbst mit Ihrer Balance von Arbeit und Privatleben?" konfrontierte die Referentin Ricarda Bayer die Teilnehmer zum Auftakt mit der Realität in ihrem eigenen Unternehmen. Die Antworten fielen - erfreulich - fast durchwegs positiv aus. Zu den wichtigsten Schlüsseln für ihre zufriedenstellende Situation wurden gezählt „die Flexibilität von Arbeitnehmern und Arbeitgebern" und der „individuelle Gestaltungsspielraum bei der Erledigung der Aufgaben". Ricarda Bayer bestätigte diese Einschätzungen. Der Weg ginge zunehmend weg von einer Präsenzkultur; stattdessen setze ein Umdenkungsprozess ein: Nicht die Anwesenheitsstunden am Arbeitsplatz sei der Maßstab für Leistung, sondern die erledigte Arbeit und das Ergebnis müsse stimmen, unabhängig davon, wann und wo es erbracht wurde.

Dass dies nicht immer und überall möglich ist, das wusste natürlich auch Sabine Stölzle. Sie verantwortet bei der Kreissparkasse Augsburg u.a. das Referat Beruf und Familie. „Kunden erwarten nun mal Menschen", brachte sie das Dilemma kurz und knapp auf den Punkt. Trotzdem setze die Kreissparkasse - dort wo es möglich ist - auch auf Heimarbeit, nicht zuletzt um ihre gut ausgebildeten Fachkräfte ans Unternehmen zu binden. Vom Kinderbetreuungszuschuss bis zum Führungskräftetraining reichen die vielfältigen Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit bei der Kreissparkasse Augsburg. „Packen Sie es an, es lohnt sich", schloss Sabine Stölzle ihren Bericht aus der Praxis, der auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß.

Mit einer bunten Palette von Anregungen und Tipps rundete dann Ricarda Bayer den Nachmittag ab. Sie ist u.a. Trainerin des IHK-Bildungshaus Schwaben, mit dem zusammen der Workshop organisiert wurde. „Es liegt in ihrer Verantwortung etwas zu ändern", appellierte sie an die anwesenden Führungskräfte und Personalverantwortlichen. „Verpflichten sie sich jetzt etwas zu tun - machen sie einen Vertrag mit sich selbst!"

„Ja wenn das immer so einfach wäre ...", mag sich der ein oder die andere da in Gedanken an den nächsten Arbeitstag insgeheim gedacht haben. Damit gute Vorsätze nicht sofort im Alltag untergehen überreichte Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner allen Teilnehmern noch eine Motivationskarte. Er versprach, das Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries werden weiterhin am Ball bleiben und die Unternehmen in der Region unterstützen. Denn mit Landrat Stefan Rößle sei er sich einig: „Eine familienbewusste Führungskultur ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen. Wenn es Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfolgreich zu unterstützen, können sie bei ihren Beschäftigten punkten und dem immer stärker werdenden Fachkräftemangel entgegenwirken."